2010 war ein sehr trauriges Jahr für Fans von RAF Camora. Nach seinem Mixtape Inedit 2003 – 2010 sollte Camora sterben und dafür RAF 3.0 das Licht der Welt erblicken. Eine musikalische Neuorientierung oder besser gesagt eine Vertiefung auf Gesang und Raggea, die nicht so ganz zum alten RAF Camora passte, zog den Namenswechsel mit sich. 2011 wurde somit zum Jahr von RAF 3.0. Allerdings nicht allzu lange, denn in einem Interview mitte des Jahres gab er bekannt, auch weiterhin unter dem Namen Camora Musik an seine Fans zu verteilen und so dauerte es auch nicht mehr allzu lange, bis ein weiterer Therapie-Teil angekündigt wurde.

Therapie nach dem Tod so der treffende Albumtitel, erschien am 31. August 2012 exklusiv über MZEE.com und in limitierter Stückzahl. Aufgrund der großen Nachfrage wurde das Album allerdings eine Woche später über die digitalen Kanäle jedem kaufinteressierten Fan zugänglich gemacht.
16 brandneue Songs, die allerdings nicht wirklich den roten Faden der Vorgänger aufnehmen wollen. Zu fröhlich, zu positiv – der Erfolg seines RAF 3.0-Projektes hat eindeutig seine Spuren hinterlassen. Auch bei den Features keine wirklich großen Überraschungen: Seinem Wiener Kollegen Joshimizu, Massaka und Altkumpanen Chakuza, mit welchem er auf dem Song die in den letzten Jahren entstandenen Differenzen beiseite schafft, wird das Mikrofon in die Hand gedrückt.